Trockenfutter ist so praktisch in der Handhabung. Doch ist das auch das Beste für Deinen Hund? Wir geben Dir einen Überblick, welche Unterschiede es beim Hundetrockenfutter gibt. Außerdem klären wir auf, welche Vor- und Nachteile es gegenüber Nassfutter hat.

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Der Trockenfutter Test – Die Ergebnisse

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Was ist Trockenfutter

Der niedrige Wassergehalt von drei bis zwölf Prozent macht ein Hundefutter zum Trockenfutter. Nach der Formung der Pellets oder Kroketten, werden diese weiter getrocknet. Das macht das Futter lange haltbar.

Durch die Zugabe von Fetten kommt jedoch kein Trockenfutter ohne Konservierungsmittel aus. Im Idealfall handelt es sich um ein natürliches Konservierungsmittel wie Vitamin C. Testberichte verschaffen Dir eine Orientierung bei der Trockenfutterwahl.

Wie wird Trockenfutter hergestellt?

Es gibt im Grunde drei verschiedene Herstellungsverfahren:

  • Extrudation
  • Kaltpressung
  • Backen

Was ist der Unterschied zwischen den Herstellungsverfahren von Trockenfutter?

Der wichtigste Unterschied liegt in der Temperatur, die auf die Zutaten währende der Herstellung einwirkt.
Bei allen drei Verfahren werden die Rohstoffe zunächst zu einem Brei vermischt. Die Extrudation benötigt neben einem hohen Druck auch hohe Temperaturen und Scherkräfte.

Während der Kaltpressung entstehen hingegen lediglich 40 bis maximal 80 Grad Celsius. Die Hersteller von gutem kaltgepressten Hundefutter halten die Temperatur durch Kühlung so gering wie möglich. Dadurch gilt die Kaltpressung als schonenderes Verfahren, bei dem mehr Nährstoffe erhalten bleiben.

Allerdings werden auf diese Weise weniger Keime abgetötet als durch die Extrudation. Folglich ist kaltgepresstes Futter nicht ganz so lange haltbar. Während mittels Extrudation hergestellte Futtermittel im Magen aufquellen, zerfällt kaltgepresstes Hundefutter ganz einfach wieder. Damit ist kaltgepresstes Futter viel bekömmlicher für Deinen vierbeinigen Freund.

Das Backverfahren kannst Du Dir ähnlich wie das Backen bei Dir zu Hause vorstellen. Für den Hersteller bedeutet Backen wesentlich mehr Aufwand. Die Temperatur ist höher als bei der Kaltpressung. Dafür nimmt das Backen deutlich mehr Zeit in Anspruch. Dadurch erfolgt die Zubereitung etwas schonender als bei der Extrudation.

Befürworter vom gebackenen Hundefutter sprechen diesem eine leichtere Verdaulichkeit zu als rohem Futter. Allerdings findest Du im gebackenen Hundefutter meistens einen sehr großen Anteil an Getreide. Das führt öfter zu Problemen bei der Verdauung.

Kannst Du Deinen Hund mit Trockenfutter richtig ernähren?

Gutes Trockenfutter ist als Alleinfutter für Deinen Liebling geeignet. Das versorgt ihn mit allen wichtigen Nährstoffen, Vitaminen und Mineralien. Du brauchst Dir keine Sorgen um Mangelerscheinungen zu machen. Der Markt bietet viele verschiedene Geschmacksrichtungen an.

Wir empfehlen Dir jedoch, Dich über die Kriterien eines guten Hundefutters zu informieren. So weist gute Hundenahrung einen hohen Fleischanteil auf und enthält dementsprechend wenig Getreide. Wenn die Deklaration ausführlich ist und die eindeutige Zusammensetzung preisgibt, ist das ein gutes Zeichen.

Gruppiert der Hersteller die Bestandteile als “tierische Nebenerzeugnisse” oder “Fleischmehl”, bekommst Du keine klare Auskunft. Besser sind Angaben wie 20 % Rinderleber” oder 60 % Hühnerfleischmehl”.

Zudem ist gutes Hundetrockenfutter frei von unerwünschten Zusatzstoffen wie künstlichen Aromen und Farbstoffen. Worauf Du noch im Detail achten musst, erfährst Du in unseren Testberichten. Diese helfen Dir auch bei der Auswahl guter Hundefuttersorten.

Ist Trockenfutter oder Nassfutter besser?

Beides ist gut, aber die meisten Hunde bevorzugen Nassfutter zu Recht. Oft sogar unabhängig von der Geschmacksrichtung. Nassfutter hat einen hohen Feuchtigkeitsgehalt von 60 bis 84 Prozent. Dadurch kommen die Aromen der Hundenahrung besser zur Geltung.

Dein Hund findet es folglich einfach leckerer. Mit dem Nassfutter nimmt er automatisch mehr Wasser auf. Das ist besonders vorteilhaft für Tiere, die sonst nicht genug trinken. Alternativ kannst Du Deinem Vierbeiner das Trockenfutter in Wasser anbieten. Dennoch ist der Effekt nicht ganz der gleiche.

Welche Vorteile hat Trockenfutter?

Trockenfutter hat vor allem für die Hundebesitzer einige Vorteile:

  • Längere Haltbarkeit der offenen Packung
  • Geringere Kosten
  • Nur kleinere Mengen pro Mahlzeit nötig
  • Weniger Schmutz
  • Weniger Verpackungsmüll

Was sind die Vorteile von Nassfutter?

Die Vorteile von Nassfutter spürt hauptsächlich Dein Hund: (R)

  • Mehr Geschmack
  • Angenehmer zu kauen
  • Artgerechtere Ernährung
  • Keinerlei Konservierungsmittel notwendig
  • Wasserbedarf ist leichter zu decken

Trockenfutter ist also sehr praktisch für Dich, während Dein haariger Freund mehr Vorteile vom Nassfutter hat.

Manche Lebensumstände lassen eine andere Fütterung als die von trockener Nahrung womöglich gar nicht zu. Als Kompromiss ist auch eine kombinierte Fütterung aus Trocken- und Nassfutter denkbar. Dabei bekommt der Hund zu einer festgelegten Mahlzeit Nassfutter und ansonsten Trockenfutter. Letztlich ist es Deine Entscheidung, welche Vorteile für Dich und Deinen Liebling entscheidend sind.

Welches Trockenfutter passt zu Deinem Hund?

Große Rassen haben andere Bedürfnisse als kleine Rassen. (R) Welpen brauchen eine energiereichere Nahrung als Senioren. Die Wahl der richtigen Trockenfuttersorte hängt also sehr von Deinem Hund ab. Für Welpen gibt es spezielles Welpenfutter, bei dem folgende Punkte zu beachten sind:

  • hoher Anteil an hochwertigen Proteine
  • erhöhter Energiegehalt
  • Verhältnis von Calcium zu Phosphor 1,5 zu 1
  • kleine Kroketten

Gutes Hundefutter für ausgewachsene Vierbeiner benötigt hingegen einen niedrigeren Protein- und Energiegehalt. Die Kroketten dürfen gerne etwas größer ausfallen. Futter für Hundesenioren enthält meistens noch weniger Energie und dafür mehr Ballaststoffe.

Dennoch muss die Vitamin- und Mineralstoffversorgung sichergestellt sein. Dem Senior schlichtweg weniger Futter zu geben, ist daher keine Lösung. Doch das ist nicht zwingend eine allgemeingültige Lösung für Senioren. Denn manchmal stellt auch Untergewicht ein Problem bei alten Hunden dar. (R)

Aufgrund von Zahnproblemen oder einem verminderten Geruchssinn haben Senioren schon mal weniger Appetit. Für alte Tiere mit Untergewicht empfehlen Tierärzte dann eine angepasste, energiereichere Ernährung.

Zudem findest Du Hundefutter, das die Hersteller auf die Bedürfnisse bestimmter Rassen abgestimmt haben. Manche Marken unterscheiden aber nur zwischen kleinen, mittleren und großen Rassen. So setzten Hersteller das Trockenfutter für kleine Rassen auf deren erhöhten Energiebedarf zusammen. Hundefuttersorten für große Rassen enthalten vermehrt Inhaltsstoffe, die sich positiv auf die Gelenke auswirken. (R)

Schließlich leiden große Hunde häufiger unter Gelenkproblemen. Gerade bei Welpenfutter ist es sinnvoll, auch auf die Rasse zu achten. Wenn Welpen aufgrund von zu energiereicher Nahrung zu schnell wachsen, können sie ernsthafte Knochenschädigungen entwickeln. Das ist insbesondere bei großen Rassen von Bedeutung.

Was gibt es für spezielle Trockenfuttersorten?

Für jede Besonderheit Deines tierischen Begleiters findest Du ein spezielles Trockenfutter:

  • Auf bestimmte Rasse zugeschnitten
  • Für verschiedene Altersgruppen
  • Kaltgepresst
  • Getreidefrei
  • Diätfutter
  • Hypoallergen
  • Vegan
  • Bio
  • Schonkost/Nierenschonkost
  • Superfood

Manche speziellen Futtersorten können durchaus sinnvoll sein. (R) Vor allem sehr empfindliche Tiere profitieren von diesem Spezialangebot. Biofutter hat gleichermaßen Vorteile für Deinen treuen Freund und für die gesamte Umwelt samt Schlachttieren.

Eine vegane Hundeernährung scheint für die Lebenseinstellung des Hundebesitzers gedacht zu sein. (R) Der Hund hat eher wenig davon. Allerdings leiden dafür keine anderen Tiere, um Deinem Hund als Futtermittel zu dienen.

Referenzen und Quellen