Dürfen Hunde Gurken fressen und das sogar mit Schale? Viele Hundebesitzer probieren ja durchaus mal Essbares aus, was für sie selbst gut ist und vor allem selber schmeckt. Gerade Gemüse (Gurke, Zucchini, Kürbis) und Obst (Blaubeeren, Bananen) scheinen auf dem ersten Blick auch der ideale gesunde Snack für den Hund zu sein. Und so landet mal ein Stück Karotte, ein Stück Apfel oder eben auch eine Scheibe Gurke im Fressnapf des Vierbeiners.

Hund auf Wiese frisst Gurke.

Dürfen Hunde aber überhaupt Gurke fressen? Verträgt ihr Magen und Darm auch deren Schale?

Gurken sind für Hunde erlaubt

Die Antwort auf diese Fragen lautet Ja. Gurken sind eine erfrischende und vor allem Kalorien arme Leckerei für zwischendurch. Gurke ist sogar sehr gesund, auch für Hunde, denn sie ist eine gute Quelle für Antioxidantien, entzündungshemmenden Stoffen und das Gemüse hat auch andere Vorteile.

5 Vorteile für die Gurke als Hunde Snack

Hier die fünf größten Vorteile, die für Gurke als Hunde Snack sprechen im Überblick:

  1. Gurken sind voller Antioxidantien.
  2. Gurke hat entzündungshemmende Eigenschaften.
  3. Gurken sind voller Wasser.
  4. Gurken haben nur sehr wenig Kalorien.
  5. Gurken enthalten Polyphenole und diese können Krebs vorbeugen.

Übrigens: Diese fünf Vorteile sprechen nicht nur für die Gurke als Hundesnack und gesundes Leckerli. Auch uns hilft das Knabbern von Gurke. Denn auch wir benötigen Mikronährstoffe und Antioxidantien. Auch für dich und mich sind kalorienarme Snacks von Vorteil.

Gurken enthalten Vitamin B1, B2, B3, B5, B6, Folsäure, Vitamin C, Kalzium, Eisen, Magnesium, Potassium, Phosphor und Zink.

Gurken sind voller Antioxidantien

Gurken enthalten reichlich Flavonoide. Flavonoide sind natürlich vorkommende antioxidative Verbindungen, die nicht nur in Gurken, sondern auch in sehr vielen anderen Lebensmitteln (insbesondere in Gemüse) vorkommen. Es gibt verschiedene Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe). In Gurken sind vor allem diese enthalten:

Diese Antioxidantien helfen dem Hundeorganismus besser mit freien Radikalen fertig zu werden. Freie Radikale sind Zwischenprodukte unseres Stoffwechsels. Bei diesen handelt es sich um hochreaktive, sehr aggressive chemische Sauerstoffmoleküle oder organische Verbindungen, die eben Sauerstoff enthalten. Diese freien Radikalen (auch als oxidativer Stress bezeichnet) schädigen Fettsäuren, Kollagen, Proteine und andere wichtige Stoffe unseres Körpers. Damit erhöhen zu viel freie Radikale das Risiko für zahlreiche Erkrankungen. Von Krebs über Gelenkerkrankungen, Parodontitis, Diabetes mellitus, grauer Star bis hin zu einer Beschleunigung des Alterungsprozesses ist einiges dabei. Alles Erkrankungen, die eben auch die Gesundheit unserer Hunde beeinträchtigt.

Die Flavonoide in den Gurken können also helfen beim Hund nicht nur den Alterungsprozess zu verlangsamen, sondern sie können auch chronischen Krankheiten vorbeugen.

Gurke enthält entzündungshemmende Stoffe

Zu den bereits erwähnten enthaltenen Flavonoiden gehört auch Fisetin. Fisetin hat entzündungshemmende Eigenschaften, da es die Aktivitäten von Cyclooxygenase 2 (COX-2) hemmt. Da dieses COX 2 sowohl Schmerzen als auch Entzündungen fördert, kann eben Gurke helfen, dieses zu hemmen.

Gurke hilft dabei den Hund mit Wasser zu versorgen

Gurken bestehen nicht nur aus gesunden Stoffen, sondern auch aus sehr viel Wasser (95 bis 97 Prozent der Gurke). So ist Gurke ein ideales Gemüse, um den Hund mit Wasser zu versorgen. Gerade an warmen Sommertagen kann Gurke so zu einen idealen Begleiter werden. Vor allem, wenn der Hund ein Trinkmuffel ist.

Mag der Hund Gurken gerne und sind Gurkenstücke für ihn ein toller Leckerbissen, dann kann Gurke auch helfen, dass der Hund mehr trinkt. Einfach ein paar Scheiben Gurken mit in den Wassernapf geben. Beim Herausfischen seiner Gurke wird der Hund fast automatisch auch trinken.

Gurke ist ein kalorienarmer Snack

Gurken bestehen fast vollständig aus Wasser, kein Wunder, dass dieses grüne Gemüse kaum Kalorien hat. Es gibt kaum Leckerlis, die noch weniger Kalorien haben. Gerade bei einer Diät, bei der der Hund dennoch ab und an belohnt werden soll, sind Gurken also ideal als Leckerli.

Gurken haben pro 100 Gramm gerade einmal 100 Kalorien.

Gurke kann das Krebsrisiko senken

In den Gurken sind auch Polyphenole enthalten. Diese Mikronährstoffe kommen vor allem in Pflanzen vor. Enthalten sind Lignane (Pinoresinol, Lariciresinol und Secoisolariciresinol) und diese Mikronährstoffe können dazu beitragen auch bei Hunden das Krebsrisiko zu senken.

Hundebesitzer mit älteren Hunden schwören oftmals auch auf Gurke (und auch auf Karotte), wenn ihre älteren Vierbeiner unter arthritisbedingten Schmerzen leiden. Die gesunden Inhaltsstoffe der Gurke sollen diese Alterserscheinungen reduzieren.

Hund mit Gurke füttern

So, das waren also die fünf größten Vorteile für Gurke im Fressnapf deines Hundes. Und so gibst du deinem Hund die Gurke.

Gurke gründlich waschen und nicht schälen

Gurken sollten nicht geschält, sondern nur sehr gründlich gewaschen werden, denn das beste an ihnen steckt, wie so oft bei Gemüse und Obst, in der Schale. Daher gründlich waschen und am besten auf Bio-Gurken setzen. In Biogemüse und Bioobst sind weniger schädliche Chemikalien und Giftstoffe enthalten, die Schale ist meist auch nicht gewachst und damit besser verträglich. Mehr über die Gurke bei der Apotheken Umschau.

Salatgurken kann man ganzjährig kaufen. Saison hat die Freilandgurke in Deutschland von Mitte Juni bis September. Gurken sollte nicht zu kühl im Kühlschrank gelagert werden. Sie sollten bei der Lagerung nicht mit Äpfeln, Bananen und anderen Obst zusammenliegen. Diese Obstarten enthalten Etylen und dieses beschleunigt die Reifung der Gurke.

Damit die rohe Gurke kalorienarm ist, sollte sie natürlich nicht mit Soßen, Butter oder ähnlichem verabreicht werden. So bleibt die Gurke auch gesund.

Kleinschneiden

Gerade wenn der Hund eher ein gieriger Fresser ist, sollte die Gurke in recht kleine Stücke geschnitten werden. Nicht dass sich ihr Hund an der Gurke verschluckt.

Mit kleiner Portion beginnen

Auch wenn dein Hund Gurke mag, kommt sie neu in den Napf, sollte mit einer kleinen Menge gestartet werden. Die Hundeverdauung sollte sich erst an das neue Gemüse gewöhnen.

Achtung bei selbst angebauten Gurken

Wie auch bei Zucchini kann es bei selbst angebauten Gurken passieren, dass diese zu viel Cucurbitacine enthalten. Cucurbitacine sind Bitterstoffe, sie sind gerade in höheren Konzentrationen giftig. Wer also selbst geerntete Gurken an seinen Hund verfüttert, sollte diese unbedingt selbst probieren. Schmeckt die Gurke bitter, dann hat sie weder auf dem eigenen Teller noch im Fressnapf etwas zu suchen. In diesem Fall ist die Gurke nicht nur für den Hund giftig.

Salatgurken bzw. Holländische Gurken

Verfüttert werden ausschließlich sogenannte Salatgurken bzw. Holländische Gurken. Keinesfalls eingelegte Gurken. Auch asiatische Gurken sollten nicht verfüttert werden.

Getrocknete Gurken

Es gibt sogar getrocknete Gurken speziell für Hunde. Wasser ist zwar nicht mehr enthalten, aber jede Menge andere Mikronährstoffe. So werden aus 2 Kilogramm frischen Gurken 100 Gramm getrocknete Gurken. Wenn du einen Dörrautomaten hast, kannst Du frische Gurke auch selbst herstellen. Getrocknete Gurken lassen sich aber auch selber im Backofen herstellen, so entstehen auch für uns leckere Gemüsechips. Den Backofen (am besten ist Umluft) auf 70 Grad einstellen und die dünnen Gurkenscheiben auf Backpapier verteilen. Nach etwa zwei bis vier Stunden sind die Gurken getrocknet (zwischendurch bitte immer wieder die Backofentür öffnen).

Fazit Gurke für den Hund

Gurken sind ein gesunder und zudem kalorienarmer Snack für deinen Hund. Die oben angesprochenen Karotten, Zucchini, Kürbis, Blaubeeren und Bananen sind wie Gurken ebenfalls als Snack für den Hund erlaubt. Ebenso Apfel. Da Gurke zu mehr als 95 Prozent aus Wasser besteht, kann sie gerade mäßigen Trinkern unter den Vierbeinern im Sommer auch zu einer Extraportion Flüssigkeit verhelfen. Eine gesunde Portion, den Gurke enthält viele Antioxidantien und entzündungshemmende Stoffe, die nicht nur unseren Vierbeinern guttun. Die verfütterte Gurke sollte Bio sein und begonnen werden mit kleinen Portionen. Unbedingt die Schale an der Gurke lassen, diese enthält besonders viele Nährstoffe.

Rezept Selbstgemachtes Hundeeis mit Gurke

Pürierte Gurke ist ein toller Bestandteil für selbstgemachtes Hundeeis. Wer etwas mehr Abwechslung möchte, kann einem solchen Eis dann noch gesunde Kräuter wie Petersilie oder auch Alfalfa hinzufügen. Das pürierte Gemüse entweder mit Wasser oder mit fettarmen Joghurt vermischen. Das ganze wird nun einfach in kleine leere Joghurtbecher umgefüllt. Die Größe des so selbst gemachten Eis richtet sich natürlich auch an der Größe deines Hundes aus. Dann einfach in den Tiefkühler geben und frieren lassen. Bevor du das selbstgemachte Gurken-Hundeis dann an deinen Hund verfütterst es einfach kurz antauen lassen, aus dem Behälter lösen und dem Hund geben.

Nicht alles, was für uns gut ist, ist für Hunde gesund. Anderes funktioniert wieder sehr gut:

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