Wenig Bewegung Hund

Genau wie wir Menschen, benötigen unsere Hunde ausreichend Bewegung. Wenn Dein Hund nicht genügend körperliche Bewegung bekommt, dann kann er an Gewicht zulegen, gelangweilt oder frustriert sein oder seiner überschüssigen Energie auf ungünstige Art und Weise freien Lauf lassen.

Bedenke bitte, dass Hunde unterschiedliche Bedürfnisse haben. Diese Bedürfnisse werden beispielsweise durch Alter, Rasse, Größe und allgemeinem Gesundheitszustand Deines Hundes bestimmt. So benötigt ein Welpe an der Grenze zum Junghund wesentlich mehr Bewegung als ein älterer Hund. Nachfolgend findest Du 6 Anzeichen, dass Dein Hund zu wenig Bewegung bekommt, sowie Tips um das zu ändern.

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1. Gewichtszunahme

Die Zunahme an Körpergewicht ist eines der ersten Anzeichen für Bewegungsmangel. Solltest Du bemerkt haben, dass Dein Hund ein paar Pfunde mehr auf der Hüfte hat, ist es höchste Zeit seine Bewegungsfrequenz zu steigern. Ebenfalls solltest Du schauen, dass Dein Hund nicht zu viel und zu ungesund zu fressen bekommt.

Wenig Bewegung und viele Kalorien sind eine ungünstige Mischung. Wenn Du Deinem Hund dabei helfen möchtest sein Gewicht zu reduzieren, dann solltest Du mit Eurem Tierarzt einen geeigneten Ernährungs– und Trainingsplan ausarbeiten.

2. Destruktives Verhalten

Wenn Dein Hund anfängt zuhause Dinge zu zerstören oder durchzudrehen, kann das ein Anzeichen dafür sein, dass er an Bewegungsmangel leidet. Da Dein Hund nicht mit Dir sprechen kann, ist das der einzige Kanal seine überschüssige Energie loszuwerden. Da ja kein positives Ventil, in Form von Bewegung besteht.

Worauf Du hier besonders achten solltest sind folgende Verhaltenswisen:

  • an Schuhen oder Möbeln kauen
  • seine Notdurft um Haus verrichten
  • im Müll fleddern
  • Haushaltsgegenstände zerstören
  • Gesteigerte Aggression gegen Menschen oder andere Tiere

Durch ausreichend Bewegung, kannst Du diesem Verhalten Deines Hundes vorbeugen. Kann wohl bemerkt, Du solltest jedoch bei einigen oben beschriebenen Verhaltensweisen bei Deinem Vierbeiner bemerken, solltest Euren Veterinär um Rat fragen. Denn es können auch andere Ursachen dahinterstecken, wie Trennungsangst, Furcht oder schwere körperliche Zustände.

3. Rückzugsverhalten

Wenn Dein Hund körperlich und geistig zu wenig gefördert wird dann kann es passieren, dass er sich mehr und mehr zurückzieht. Er wirkt dann lustlos, unbeteiligt und liegt zusammengekringelt in der Ecke. Wenn Du solches Verhalten bei Deinem Hund feststellen solltest, dann Vereinbare einen Termin beim Tierarzt Eures Vertrauens.

Er kann herausfinden was der Grund für den Rückzug ist und dabei unterstützen, dass Dein Hund wieder ganz er selbst wird. Denn neben Bewegungsmangel kann unter anderem auch eine Schilddrüsenunterfunktion dafür verantwortlich sein. Diese lässt sich recht einfach mittels einer Blutuntersuchung feststellen.

4. Hyperaktivität

Auch wenn es zunächst kontrovers erscheinen mag. Wenn Dein Hund „etwas drüber“ ist, kann der Grund dafür sein, dass er nicht genügend Bewegung bekommt. Hyperaktivität und ist dabei ein gewichtiger Faktor, dass er bei Spaziergängen nicht auf Dich hört kann der zweite Faktor sein.

Wenn er es kaum erwarten kann und total unruhig ist, wenn es zur Tür geht und er los sprintet sobald Du draußen die Leine abmachst, an der er immer zieht, kann dies ein wichtiger Hinweis auf überschüssige Energie und zu wenig Bewegung sein. Um das Verhalten Deines Hundes an der Leine zu verbessern, kannst Du ihn mit den richtigen Leckerlies belohnen, damit er mit Dir auf einer Höhe geht und nicht zieht.

5. Ausdauermangel und Steifheit

Wenn Dein vierbeiniger Liebling schon eine Weile nicht die benötigte Bewegung bekommen hat, dann können seine Muskeln steifen werden und seine Grundausdauer sinken. Achte gut darauf, insbesondere, wenn dieses Symptome anhalten und nicht von selber wieder verschwinden. Bei Hunden manifestiert sich Schmerz auf unterschiedliche Arten.

Einige davon können ein gestörter Schlaf, Unbeweglichkeit und die Weigerung Treppen zu steigen sein. Sollte Dein Hund sich trotz Deines Bemühens nicht bewegen, so müsst Ihr gemeinsam Euren Tierarzt aufsuchen. Denn bei Bewegungsmangel hilft eine Aktivitätssteigerung. Bei einer medizinisch zugrunde liegenden Ursache schadet sie. Hier ist Ruhe, Schmerzmedikation und Gewichtsverlust angezeigt.

6. Bellen und Winseln

Möglicherweise fängt Dein Hund an zu Bellen und Winseln, wenn er nicht genug bewegt wird. Oftmals ist für ihn das Bellen eine Möglichkeit Deine Aufmerksamkeit zu erlangen um Gassigehen zu können. Weitere Signale dafür sind:

  • Im Kreis laufen
  • Seine Leine bringen
  • Zur Tür laufen
  • Jaulen

Wie Du die tägliche Aktivität Deines Hundes steigerst

Leicht und langsam ist hier das Stichwort – denn ist entscheidend, dass Dein Hund möglichst schonend an eine Bewegungssteigerung herangeführt wird. So kannst Du gut beobachten, welche Aktivität ihm guttut und bei welchen er Schmerzen hat.

Wenn Du allerdings Deine kleine Couch Potato über Nacht in einen Hochleistungshund verwandeln möchtest, dann riskierst Du erhebliche Verletzungen bei ihm. Gesunde Hunde ohne signifikante Vorerkrankungen fangen idealerweise 3-mal Täglich mit 5 Minuten langen Spaziergängen an. Diese Zeit steigerst Du auf insgesamt 30 – 45 min pro Tag.

Bedenke allerdings, dass diese Zeiten bei warmen Temperaturen – insbesondere im Hochsommer – nicht unbedingt eingehalten werden müssen. Denn ein jeder Hund hat eine unterschiedliche Toleranz gegenüber Hitze. Das größte Risiko tragen dabei Übergewichtige Hunde die, mit einer platten Schnauze.

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