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10 gesunde Gewürze für Hunde

Beim Thema Gewürze für Hunde stellst Du als Hundebesitzer Dir meist die Frage: Welche Gewürze sind sicher? Oder sogar gesund? Welche Gewürze sind gefährlich für Hunde? Ist Kurkuma sicher für Hunde? Dürfen Hunde Basilikum essen? Wie schaut es mit Zimt aus?

Welche Gewürze für Hunde sicher sind und welche nicht?

Mittlerweile haben die kleinen Gewürzdosen das obere Regal meiner Lebensmittel Vorratskammer erobert. Mit anderen Worten ich koche liebend gerne Essen mit Gewürzen.

Neben dem Aroma und der Würze die meine Gerichte durch die Beigabe erhalten, haben manche Gewürze noch einen anderen nutzen. Einen stark Gesundheitsfördernden.

So nutzt die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) seit Jahrtausenden die Heilkraft der Pflanzen. Sogar ein ganzer Aspekt der TCM basiert auf der Verwendung von Gewürzen und Kräutern zur Behandlung verschiedenster Krankheiten.

Um herauszufinden, welchen gesundheitlichen Nutzen Gewürze und Kräuter für meinen Hund haben können habe ich mich mit Dr. Voss, einer ganzheitlichen Tierärztin aus Los Angeles unterhalten. Dies sind ihre Empfehlungen.

Was sind überhaupt Gewürze?

Die Definition von Kräutern und Gewürzen unterscheidet sich nach Dr. Voss von der Perspektive. Zum einen aus der eines Kochs. Zum anderen aus der Sicht der TCM. “In der TCM verwenden Heilkräuter Kundige Formulierungen aus allen Teilen der Pflanzen.

Um damit pflanzliche Therapien zu entwickeln”, sagt sie. “Beim Kochen kommen die Kräuter aus den Blättern der Pflanzen, während die Gewürze aus den anderen Teilen wie Wurzeln, Blumen, Stängel, Früchten, Rinde oder Samen entstammen.” Einige Pflanzen geben sowohl Kochkräuter als auch Gewürze.

Zum Beispiel ist Koriander ein Kraut und zugleich ist Koriander ein Gewürz. Beide kommen von der gleichen Pflanze. Einige Kräuter wie Basilikum, Petersilie, Oregano und Thymian werden getrocknet und als “Gewürze” verkauft. Und andere Zutaten, die wir als Gewürze bezeichnen, sind weder Gewürze noch Kräuter.

Knoblauch zum Beispiel ist eine Zwiebel, die auch in Form von Knoblauchpulver vorkommt.

In der Nachfolgenden Auflistung betrachten wir jede getrocknete Form der zum kochen verwendeten Pflanze als Gewürz. Nicht zuletzt, weil wir sie für Menschen im täglichen Gebrauch genauso bezeichnen.

Sichere und wohltuende Gewürze für Hunde

Dr. Voss empfiehlt die folgenden Hundefreundlichen Gewürze:

1. Basilikum für Hunde

  • Antibakteriell
  • Anti-Krebs Eigenschaften
  • Bekämpft freie Radikale
  • Hilft Diabetes vorzubeugen
  • Schützt die Leber
  • Reduziert Schmerzen und Entzündungen
Tipp

Füge Basilikum dem Futter hinzu, um Schmerzen und Entzündungen bei Hunden (z.B. mit Arthritis) zu lindern.

2. Koriander für Hunde

  • Lindert Übelkeit
  • Gegen Durchfall
  • Erleichtert das Darmgas
  • Antiparasitär
  • Hilft bei der Entgiftung des Körpers
  • Erhöht den Milchfluss
Vorsicht

Vermeide Koriander bei schwangeren Tieren! Da dies die Gebärmutterkontraktionen stimulieren kann.

3. Zimt für Hunde

  • Entzündungshemmend
  • Besitzt Antikrebs-Eigenschaften
  • Reguliert den Blutzucker
  • Bekämpft freie Radikale
  • Schützt vor Herzerkrankungen
  • Kann das Risiko von Alzheimer und Parkinson beim Menschen und ähnlichen Erkrankungen auch bei Hunden senken.
Tipp

Entscheide Dich für Ceylon Zimt gegenüber der häufigeren Cassia Variante, da er die weniger blutverdünnendes Cumarin enthält.

4. Dill für Hunde

  • Entzündungshemmend
  • Antimikrobiell, antifungal, antibakteriell
  • Verbessert die Verdauung
  • Senkt den Blutzucker
  • Reguliert die Menstruation
  • Lindert Durchfallerkrankungen
Vorsicht

Vermeide es, schwangeren Hunden Dill zu geben! Dies kann zur Menstruation und Fehlgeburten führen.

5. Fenchel für Hunde

  • Wirkt als Diuretikum zur Ausschwemmung von Toxinen
  • Unterstützt die Verdauung
  • Lindert Verstopfung, Durchfall und Darmgase
  • Vorteile für die Funktion des Nervensystems
  • Hat Antikrebs Eigenschaften
  • Erhöht die Milchproduktion während der Laktation
Vorsicht

Eine übermäßige Menge Fenchel kann zu massiven Gesundheitsschäden führen! Einschließlich Atembeschwerden, Erbrechen und Herzklopfen.

6. Ingwer für Hunde

  • Wirkt entzündungshemmend
  • Lindert Übelkeit und Magenverstimmung
  • Unterstützt die kognitiven Funktionen
  • Hilft bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels
  • Kann das Wachstum von Krebstumoren blockieren
  • Reduziert Schmerzen im Zusammenhang mit Arthrose
Tipp

Die Ingwer Fütterung an ältere Vierbeiner kann die kognitive Funktion fördern und altersbedingte Gelenkschmerzen verringern.

7. Pfefferminz für Hunde

  • Lindert Spasmen in Magen und Darm
  • Verbessert Anzeichen des Reizdarmsyndroms
  • Reduziert Darmgase
  • Lindert Verdauungsstörungen
  • Mildert Bauchschmerzen
  • Wirkt gegen Durchfall und Erbrechen
Vorsicht

Vermeide die Abgabe an Hunde, die an gastroösophagealer Refluxkrankheit (GERD) leiden. Pferrminz kann bei Hunden mit Diabetes eine Hypoglykämie hervorrufen.

8. Oregano für Hunde

  • Antibakteriell
  • Antimykotisch
  • Entzündungshemmend
  • Enthält krebsbekämpfende Polyphenole
  • Lindert Verdauungsbeschwerden und Durchfälle
  • Reich an Antioxidantien gegen freie Radikale
Vorsicht

Oregano kann das Risiko von Blutungen bei Hunden mit Blutunggerinnungsstörungen erhöhen. Bei Vierbeinern mit Diabetes vorsichtig anwenden, da Oregano den Blutzucker senken kann.

9. Petersilie für Hunde

  • Antibakteriell
  • Entzündungshemmend
  • Kann Harnwegsinfektionen, Nieren- und Gallensteinen vorbeugen
  • Natürliches Diuretikum
  • Reich an Antioxidantien
Vorsicht

Vermeide die Abgabe an Hunde, die zu Kalziumoxalatsteinen neigen. Da Petersilie reichhaltig an Oxalaten ist.

10. Kurkuma für Hunde

  • Antikrebs Eigenschaften
  • Entzündungshemmend
  • Bekämpft freie Radikale
  • Hilft Magen und Darmleiden zu lindern
  • Verbessert die Gehirnleistung
  • Reduziert die Symptome einer Arthritis
Vorsicht

Kurkuma wirkt als Blutverdünnend. Es kann das Risiko von Blutungen in Verbindung mit anderen Medikamenten und Pflanzenstoffen, wie NSAIDs, Knoblauch und Gingko biloba, erhöhen.

Als Faustregel gilt einen ¼ Teelöffel für kleine Hunde, ½ Teelöffel für mittlere Hunde und 1 Teelöffel für große Hunde pro Tag – gemischt mit Futter. Mehr ist in diesem Fall nicht besser. Auch kann ein starkes Gewürzaroma den Hund abschrecken.

Gefährliche Gewürze für Hunde

Vermeide die folgenden Gewürze für Deinen Hund

  1. Knoblauch (getrocknet oder Pulver): “Bei Knoblauch scheiden sich die Geister. Wenngleich der Verzehr von minimalen Mengen unbedenklich, sogar förderlich sein kann. So ist Knoblauch per se giftig für Hunde und kann tödliche Vergiftungen hervorrufen.
  2. Zwiebeln (getrocknet oder Pulver): Thiosulfat, eine Stoffverbindung in Zwiebeln, kann bei Hunden eine hämolytische Anämie verursachen. Dabei platzen die roten Blutkörperchen. Geh auf Nummer sicher und vermeide Zwiebelpulver bei Hunden um jeden Preis.
  3. Pfeffer: Schwarzer Pfeffer ist ein beliebter Bestandteil der goldenen Paste (eine Mischung aus Kurkumapulver, Wasser, Öl und schwarzem Pfeffer) Sie wird wegen ihrer entzündungshemmenden und anderen heilenden Eigenschaften oral eingenommen. Das erhöht die Absorption von Kurkumin in Kurkuma. Das ist jedoch nur Ultima Ratio zu empfehlen, denn Piperine in schwarzem Pfeffer erhöhen auch die Absorption von verschreibungspflichtigen Medikamenten und somit die Wahrscheinlichkeit einer unerwünschen Arzneimittelreaktion.
  4. Muskatnuss: Muskatnuss enthält Myristicin. Das ist für Hunde giftig! Es kann zu einer schweren neurologischen (das Gehirn und Nervensystem betreffenden) Reaktion kommen. Die Symptome reichen von Orientierungslosigkeit über Anfälle bis zur plötzlichen Atemlähmung
  5. Rosmarin: Rosmarin ist prinzipiell sicher für Deine Fellnase. Jedoch sollte es auf keinen Fall an Hunde gegeben werden, die an einer Epilepsie leiden. Da Rosmarin ein epileptogenes Potential (Krampf und Anfallsförderndes) hat.

Wir freuen uns über Eure Gedanken zum Thema

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