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Giftige Pflanzen für Hunde

Spätestens, wenn die ersten Krokusse und Schneeglöckchen ihre Köpfchen aus dem Boden strecken und sich damit der Frühling ankündigt, heißt es wieder besser aufpassen. Den meisten Hunden sind solche Pflanzen mit bunten Blüten zwar egal, aber einige Hunde probieren doch gerne. Insbesondere bei Welpen, die noch keine Erfahrung haben und ihre Grenzen ausprobieren, musst du nun gut aufpassen. Denn es gibt eine Reihe von giftigen Pflanzen für Hunde. 

Das Wichtigste zuerst:
Symptome für eine Vergiftung mit Pflanzen bei deinem Hund

  • Durchfall
  • Erbrechen
  • Krämpfe
  • Apathie
  • Atemstillstand
  • Herz-Kreislauf-Probleme

Beobachtest du solche Symptome bei deinem Hund, dann kann das immer auf eine Vergiftung deuten. Wenn du die Quelle weißt (es können auch Dinge im Haushalt sein), dann sichere diese und dann ab zum Arzt bzw. tierärztlichen Notdienst! Insbesondere Welpen, die ja eine ungleich schwächere Konstitution haben. 

Einige der aufgeführten Pflanzen passen in jede Kategorie: Gerade Tulpen blühen nicht nur im Frühling, sie kommen oft genug auch als Zierde ins Haus.

Giftige Pflanzen für deinen Hund – Gefahr vorbeugen

Gut ist es, bei einer möglichen Vergiftung für den Arztbesuch gut vorbereitet zu sein:

  • Womit (mit welcher Pflanze) hat sich der Hund vergiftet?
  • Probe mitnehmen: Erbrochenes, Kot, Pflanze)

Erste Hilfe Maßnahmen bei einer Vergiftung beim Hund

Auf gar keinen Fall solltest du zu einem angeblich bewährten Hausmittel greifen und Milch geben. Denn Milch kann die Aufnahme von Giften in den Körper beschleunigen. Ob du deinen Hund zum Erbrechen bringen solltest, hängt stark von dem Gift ab, was er gefressen hat. Das solltest du mit deinem Tierarzt bzw. dem Notdienst abklären. Und dieser sollte dies auch entscheiden. Denn es gibt Gifte, die ätzend wirken und diese noch einmal durch die Speiseröhre und den Mund zu führen durch Erbrechen wäre nicht gut. 

Kohletabletten können bei Vergiftungen auch Hunden helfen.
Kohletabletten können bei Vergiftungen auch Hunden helfen.

Besser ist es, Kohletabletten zu verabreichen. Falls dein Hund diese noch schlucken kann und mag. Kohletabletten können bei einigen Pflanzengiften verhindern, dass diese (in größeren Mengen) in den Organismus gelangen.

Kohletabletten gehören unbedingt in den Erste Hilfe Kasten:

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Aber bitte bei der Dosis das Körpergewicht deines Hundes beachten!

Wichtig ist es, die Atemwege frei zu halten. Denn häufig lassen Gifte (aber auch Insektenstiche im Mund- und Rachenraum) diese anschwellen. 

  • Keine Milch geben!
  • Nicht zum Erbrechen bringen, außer der Tierarzt sagt es!

Welpen im Auge behalten

Während die meisten erwachsenen Hunde zum Beispiel Stromkabel in Ruhe lassen, entdecken Welpen wie kleine Kinder spielerisch durch Ausprobieren die Welt. Und da nehmen Welpen eben auch erstmal etwas ins Maul. Und zack ist ein Kabel durchgebissen oder eben ein Pflanzenteil verschluckt. Gerade bei Welpen ist mehrfach Vorsicht geboten:

Mit Zimmerpflanzen, auf der Terrasse, dem Balkon, im eigenen Garten und natürlich auch beim Gassi gehen. Am besten ist es, du gewöhnst deinem tierischen Mitbewohner an, das Pflanzen und Blumen grundsätzlich tabu sind. 

Erziehung als Gegenmittel

Natürlich kannst du beim Gassi gehen aufpassen (oder nur mit Giftköder Maulkorb gehen), den Garten nur mit Pflanzen bestücken, die ungiftig für deinen Hund sind und im Haus auf solche Pflanzen verzichten. Aber besser ist es, du bringst deinen Hund und Welpen bei, keine Pflanzen zu fressen oder anzuknabbern. Das gilt auch für Wurzeln und Zwiebeln, die dieser ausbuddeln kann.

Eine entsprechende Erziehung ist der beste Schutz gegen Vergiftungen durch Pflanzen. 

Liste mit Giftigen Pflanzen für Hunde

Hier verschiedene giftige Pflanzen für Hunde. Frühlingspflanzen und Zimmerpflanzen. Sehr viele Pflanzen sind ganzjährig anzutreffen!

Giftige Frühlingspflanzen für Hunde

Eine Liste von Frühlingspflanzen sind schön anzusehen und beim Ansehen sollte es für deinen Hund unbedingt bleiben. Denn sie sind giftig. Das gilt immer: In freier Natur, im eigenen Garten, auf der Fensterbank!

  • Krokusse
  • Maiglöckchen
  • Osterglocken (auch als Narzissen bekannt)
  • Schneeglöckchen
  • Hyazinthen
  • Tulpen
  • Iris 
  • Gladiolen

Giftige Pflanzen ganzjährig im Garten und Park

Liste für Hunde giftiger Pflanzen im Garten und Wald.
Liste für Hunde giftiger Pflanzen im Garten und Wald.

Natürlich gibt es auch noch andere Pflanzen, die nicht im Frühling blühen, die aber ebenfalls sehr gefährlich sind. Hier also eine weitere Liste solcher Pflanzen.

  • Eberesche
  • Efeu
  • Engelstrompete
  • Flieder
  • Goldregen
  • Holunder
  • Hortensie
  • Hyazinthe
  • Oleander
  • Primel
  • Schlüsselblume
  • Stechpalme

Beispiel Primeln Vergiftungserscheinungen bei Mensch und Hund

Primeln sind äußerst toxisch. Mögliche Vergiftungserscheinungen bei Primeln können sein: Magenschmerzen, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen, Schleimhautreizungen. Primeln sind für uns Menschen giftig (beim Verzehr), aber auch für Hunde, Katzen, Vögel und diverse Nageltiere.

Für Hunde giftige Pflanzen im eigenen Garten

Eine Liste an giftigen Pflanzen, die sich im eigenen Garten oder auf der Terrasse befinden können, findet sich in den obigen Listen wieder. Diese Pflanzen kommen sehr oft auch in freier Natur vor, daher siehe die bitte die Liste oben an. Krokusse blühen in Parks, und sicherlich im Frühling auch in deinem Garten. Oleander findet sich im Haus wie auch auf dem Balkon.

Insbesondere Zwiebelpflanzen (Narzissen, Krokusse, Tulpen) sind eigentlich immer gefährlich für Hunde. 

Eine zusätzliche Gefahrenquelle im eigenen Garten sind zu dem Chemikalien (Unkrautvernichter, Schneckenkorn). Der Komposthaufen übt auf viele Hunde einen Reiz aus, dieser gehört natürlich auch gesichert. 

Giftige Zimmerpflanzen

Für ein gesundes Raumklima wird oft empfohlen, sich Zimmerpflanzen anzuschaffen. Einige sind aber sehr giftig für deine Vierbeiner. Das gilt für exotische Pflanzen ebenso wie für heimische Gewächse. Hier eine Liste von typischen Zimmerpflanzen, die für deinen Hund und auch deine Katze giftig sind:

  • Aloe Vera (Verdauungsprobleme, Durchfall)
  • Alpenveilchen (in hohen Dosen sogar Atemstillstand möglich)
  • Amaryllis (Bauchschmerzen bis hin zum Erbrechen, Apathie, Zitterkrämpfe)
  • Baumfreund (Philodendron)
  • Buntwurz (Kaladium, mit der Calla verwandt, tödlich)
  • Calla (besonders gefährlich, da die Folgen Atemstillstand und Tod sein können)
  • Chrysanthemen (Durchfall, Erbrechen, Verlust des Gleichgewichts)
  • Efeu (Brechdurchfall, Kopfschmerzen, erhöhte Pulsfrequenz)
  • Erica Gewächse wie Azalee und Rhododendron (Das hierin enthaltene Acetylandromedol kann zu Herz-Kreislauf-Problemen bis zum Kollaps führen)
  • Ficus
  • Lilien (besonders gefährlich für Katzen, Vergiftung durch Lilien kann bis zum Nierenversagen gehen)
  • Mistel (Erbrechen, Magen-Darm-Probleme)
  • Narzissen (Verwandte der Amaryllis)
  • Oleander
  • Palmfarn 
  • Tulpen
  • Weihnachtsstern (ist ein Wolfsmilchgewächs, der milchige Saft hat ätzende Wirkung)
  • Wunderbaum (Rizinus, sehr giftig, führt zur Blutgerinnung und damit auch zum Tod)
  • Zimmerfarn
  • Zypressen (Wolfsmilch)

Quelle: Peta Giftige Zimmerpflanzen

Wenn du auf Zimmerpflanzen nicht verzichten möchtest, dann stelle diese außerhalb der Reichweite deines Hundes auf. Insbesondere wenn du dir nicht sicher bist, ob der Hund diese auch bei deiner Abwesenheit in Ruhe lässt. 

Siehe auch: Gefahren im Haushalt für deinen Hund.

Pflanzengifte

Es gibt höchst unterschiedliche Pflanzengifte. Je nach Art können dies

  • Blausäure sein (Beispiel: Passionsblume), wirkt auf die Atmung und kann zu einem Atemstillstand führen.
  • Theobromin (Beispiel: Kakaopflanze, Teepflanzen), Zentralnervengift, kann zu Herzversagen führen.
  • Kontaktgifte (Ausschlag)
  • Wolfsmilch (Milchsaft in den Stängel der Pflanzen)

Es gibt Pflanzen, bei denen schon Berührungen ausreichen (denk nur mal an die Brennnessel, die Hunden aber wenig ausmacht) und andere, bei denen durch Fressen Durchfall, Erbrechen und Unwohlsein die Folge sein können. 

Je nach Pflanze können Blätter, Stängel, Wurzeln, Zwiebeln giftig sein. Und natürlich auch die Samen. Du solltest deinen Hund also auch von Samenbomben (Samen in Lehm) fernhalten. 

Achtung! Listen nicht vollständig!

 Ich habe versucht möglichst viele bekannte Giftpflanzen für Hunde aufzuzählen. Natürlich für unsere Breitengrade. In Zeiten von Internet und Co. ist es natürlich möglich, auch auf andere Pflanzen zu treffen. Lass am besten deinen Hund an nichts knabbern, was wächst. Zum einen wäre es ja schade um die Pflanze und zum anderen bist du beim Thema Giftigkeit, Schädlichkeit und Ungesund auf der absolut sicheren Seite.

Ungiftige Pflanzen für Hunde

Für Hunde ungiftige Pflanzen. Die Liste ist viel kürzer als die mit giftigen Pflanzen.
Es gibt auch für Hunde ungiftige Pflanzen. HIer eine Liste.

Die Liste der giftigen Pflanzen für Hunde ist sehr, sehr lang. Daher ist es die beste Maßnahme, dem Hund schon als Welpe beizubringen, Pflanzen, Wurzeln, Zwiebeln nicht zu fressen. Viele Hunde lieben es Gras zu zupfen und zu fressen, zum Glück ist das nicht giftig.

Weitere ungiftige Pflanzen (und Kräuter) für Hunde:

Löwenzahn ungiftig bis giftig

Bei vielen Pflanzen macht die Menge das Gift. So ist Löwenzahn an sich nicht giftig. Allerdings enthält der weiße Milchsaft, der sich im Stängel und in den Blättern befindet, Taraxacin (ein Bitterstoff). In großen Mengen kann dies durchaus zu Übelkeit und auch Bauchschmerzen, auch beim Hund, führen. 

Hagebutte für deinen Hund

Ab Herbst findet sich beim Spazierengehen ja auch Hagebutte am Wegesrand mit prallen und roten Früchten. An sich ist Hagebutte für Hunde ungiftig bis sogar gesund (siehe auch Hagebuttenpulver für Hunde). Aber bitte sammel Hagebutten eher im Wald ein, nicht gerade am Feldesrand oder an einer vielbefahrenen Straße!

Am Strauch getrocknete Hagebuttenfrüchte. Manche Hunde fresssen auch die ganzen Früchte.

FAQ Für Hunde giftige Pflanzen

Hier noch die wichtigsten Fragen und Antworten rund um giftige Pflanzen für Hunde.

Was sind giftige Pflanzen für Hunde?

Die Liste der für Hunde giftigen Pflanzen ist lang. Du solltest bei einem Spaziergang im Wald oder im Park deinen Hund und Welpen das anknabbern und fressen von Pflanzen daher grundsätzlich verbieten.

Was tun, wenn mein Hund eine giftige Pflanze gefressen hat?

In solch einem Fall solltest du die Pflanze sichern und den Tierarzt aufsuchen. Insbesondere wenn dein Hund bereits Symptome zeigt.

Welche Symptome weisen bei meinem Hund auf eine Pflanzenvergiftung hin?

Mögliche Symptome für eine Vergiftung durch Pflanzen können bei deinem Hund Durchfall, Erbrechen, Krämpfe, Apathie aber auch Atemstillstand und Herz-Kreis-Lauf-Probleme sein.

Wie vermeide ich eine Vergiftung durch Pflanzen?

Es gibt zwei Möglichkeiten wie du eine Vergiftung durch Pflanzen verhinderst: Du lässt deinen Hund nicht auf giftige Pflanzen treffen. Das ist im Haus noch einfach, spätestens in fremden Gärten nicht mehr. Daher ist dies eher etwas für Welpen in der Erziehung. Besser ist es, du erziehst deinen Hund, so etwas gar nicht erst zu fressen.

Was sind geeignete Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einer Vergiftung beim Hund?

Versuche unbedingt ruhig zu bleiben. Auch wenn dein Hund bereits Vergiftungserscheinungen zeigt. Gut wäre es, die Pflanze bestimmen zu können oder eine Probe zu haben. Eine Probe vom Erbrochenen ist auch sehr nützlich für den Tierarzt. Eine erste Maßnahme ist die Gabe von Aktivkohletablette(n, Dosis mit dem Arzt abstimmen). Keinesfalls Milch geben. Und du solltest unbedingt zum Tierarzt fahren.

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